Karfreitag 2020

Struktur von Notre-Dame gerettet – das Wunder von Paris

Das Wunder von Paris – Notre-Dame gerettet

Das Wunder von Paris – Notre-Dame gerettet (Screenshot Live: tagesschau)

Struktur von Notre-Dame gerettet

15.04.2019: So wurden die Gebete der Menschen in Paris und auf der Welt erhört. Das Rettende ist nah, wo die Not am größten ist. Vier Tage vor dem großen Brand war das eigene Innere in Flammen aufgegangen. Doch trotzte man den Flammen, den Verheerungen. Herr, bewahre unser Vertrauen ausgerechnet und stets dort: am Scheideweg zur Verzweiflung, damit sie uns nicht lähme. Lasse Deine Wunder an denen geschehen, die an Dir zweifeln. Gedenke derer, die für Dein Haus gekämpft haben und immer noch kämpfen. Rechne ihnen diese Taten an, und lasse ihnen solche folgen, die sich bisher abwandten. Die Struktur von Notre-Dame ist gerettet.
Eine neue Auferstehungsgeschichte ausgerechnet in der Karwoche. Eine Auferstehungsgeschichte, wundervoll, nun folgen Jahre des Zusammenstehens, des Rußabwischens, des Schnitzens und Gedenkens an jene Nacht, in der sie nicht unergegangen ist, die größte aller Kirchen Frankreichs. Herr, danke für Deine Vergebung. Danke für Dein verzeihendes und großzügiges Wegsehen, wenn wir fehlen. Danke für Dein Hinsehen, wenn wir flehen. Du siehst, den Menschen ist Dein Haus wichtig, viel wert. Beschütze sie beim Wiederaufbau. Heilige Maria, heilige Thérèse von Lisieux, bittet für uns. Bewahrt uns vor Bitternis, auch wenn gelegentlich Rauch aufsteigt.

Structur de Notre-Dame sauvée – le miracle de Paris


15.04.2019 – Le miracle de Paris: une nouvelle histoire de résurrection, en particulier pendant la semaine sainte.

Le miracle de Paris

Es wird alles gut

Es wird alles gut

Alles wird gut – eine andere Grundannahme über das Leben ist nicht möglich. Wäre es nicht so, und hätte es sich nicht schon immer so herausgestellt, was wäre das Leben dann?

Alle Epidemien, alle Verluste, alle Abstürze und alles Scheitern: Alles findet seinen Platz – wenn nicht in diesem Moment, dann in einem anderen, einige Zeiten weiter.

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten

Eine bessere Weisung gibt es nicht, bewahrt sie den Menschen vor dem Aufgeben. Den Herrn in der Prüfung zu preisen, das ist nicht nur Hiobs Tugend.

In den vielen kleinen und großen Hürden den tiefen Atem wiederzufinden, den Lebensatem, die Zuversicht und das Licht vor dem inneren Auge durch alle Dunkelheit hindurch: Hier beginnt der Kleine Weg, den die Heilige Theresia (Thérèse von Lisieux) beschrieben und gelebt hat.

Aus der Duldsamkeit des schwer Erträglichen wächst erst die Fähigkeit zum Glück.

Vergebung

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst

Aber was ist, wenn ich mich selbst nicht liebe? Fragst du das?

Dann ist noch keine wahre Liebe in deinem Leben, sondern das Verlangen, andere sollten dir geben, was du dir selbst bislang versagst.

Darum: Wie dich selbst sollst du deinen Nächsten lieben.

Wie dich selbst. Das kann ich nur in diesem Sinne verstehen:

Liebe dich, lerne dich zu lieben. Dich in und mit allen deinen Schwächen, mit deinen Unzulänglichkeiten, Versäumnissen, deinen Vergesslichkeiten, den nicht gehaltenen Versprechen, den Vorwürfen und ja – besonders mit deiner bisher mangelnden Bereitschaft, dir selbst zu vergeben.

  • Hinter all dem Unvollkommenen wird das auftauchen, was liebenswert ist über alle Maßen: dein Bangen, dein Hoffen, dein Wollen und Wirken, dein Lebenswille.
  • Wenn du damit angefangen hast, wird es dir leicht fallen, auch deinen Nächsten anzunehmen. Und deinen Übernächsten.
  • Du wirst nicht mehr so sehr damit beschäftigt sein, in deinem Nächsten die Fehler zu sehen, die du an dir nicht ausstehen kannst.
  • Du wirst deinem Nächsten nicht mehr so weit hinterhertragen, was er an dir versäumt hat.
  • Du wirst nicht mehr so sehr begehren, was dich begehrenswerter erscheinen lässt als nötig.
  • Du wirst Ruhe finden in dir.
  • Du wirst Zuversicht finden auch in der Dunkelheit.
  • All das und noch viel mehr nährt sich aus der Liebe, die dein Schöpfer dir mitgegeben und aufgetragen hat.
  • Liebe dich selbst in verzeihender, geduldiger und freundlicher Weise.
  • Lade andere dazu ein, sich selbst zu lieben.
  • Zeige ihnen ihre guten Seiten.
  • Zeige nicht nur mit dem Finger auf die guten Seiten der anderen, sondern mit dem ganzen Arm, mehr noch: Wende dich ihnen voll und ganz zu und geh ein Stück mit ihnen, bring sie vom Abgrund der Selbstzweifel hin zur Küste, wo das Leben täglich seinen Anfang nimmt und immer wieder aus neuem Ende stürmisch entsteht.

Diese, deine Liebe wird auf deine Welt abfärben. Sie wird sich verbreiten wie der Wind, sie wird Frucht tragen an allen Anfängen und Enden der Tage.

So wird, wo bisher Vorwürfe, Selbstvorwürfe und Gewissensbisse dir den Sinn verstellt hatten, Liebe wachsen und gedeihen. Wie der Löwenzahn auf Schutthalden, an Straßenrändern und in verlassenen Fabrikgeländen in seinem Gelb erstrahlt.

Werde zum Löwenzahn mit Löwenmut.

Und vergib dir schon beim Aufstehen, was dir an diesem kommenden Tag womöglich nicht gelingt. Dann fällt es leichter, die guten Seiten dieses Tages mit ins Bett zu nehmen und in die Nacht des Tages.