Gottvertrauen geht in der zunehmend säkularen Welt immer mehr verloren. Der „moderne“ Mensch strebt nach Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung und Selbstkontrolle. Grundsätzlich ist die Besinnung auf das, was wir selbst schaffen können, positiv. Im immer anspruchsvolleren Alltag erleben jedoch viele Menschen das Burnout-Syndrom: weil sie am eigenen Leib und der eigenen Seele erfahren, dass man sich nur so lange in der Selbstoptimierung steigern kann, bis eine umfassende Erschöpfung eingetreten ist.
Hier sind einige Bibelstellen, die betonen, wie heilsam es ist, sich auf Gott zu verlassen, anstatt ständig zu versuchen, das eigene Leben in voller Selbstkontrolle zu regeln:
Altes Testament: Einladung zum Vertrauen in Gott
- Sprüche 3,5-6
Vertraue auf den HERRN mit ganzem Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.
- Psalm 37,5
Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue ihm; er wird es fügen.
- Jesaja 26,3-4
Den festen Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden, weil er auf dich vertraut. Vertraut auf den HERRN immerdar; denn Gott der HERR ist ein ewiger Fels.
- Jeremia 17,7-8
Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist. Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Er hat nichts zu fürchten, wenn die Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün, auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge und hört nicht auf, Frucht zu tragen.
Neues Testament: Einladungen zum Gottvertrauen
- Matthäus 6,25-34
Deshalb sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln nicht in Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann durch Sorgen seiner Lebenszeit auch nur eine einzige Elle hinzufügen? Und warum sorgt ihr euch um Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: sie mühen sich nicht, sie spinnen nicht; ich sage euch aber, dass selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? So sorgt euch nun nicht und sagt nicht: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen? Denn nach all dem trachten die Heiden; euer himmlischer Vater aber weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden. Darum sorgt euch nicht um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage.
- Philipper 4,6-7
Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.
- 1. Petrus 5,7
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
Diese Bibelstellen ermutigen dazu, Vertrauen in Gott zu haben und sich nicht übermäßig um die eigenen Belange Sorgen zu machen. Sie betonen, dass Gott für uns sorgt und dass es heilsam ist, unsere Sorgen und Ängste in seine Hände zu legen.